Baumpflege

aus Kernen ziehen

Vermehrung durch Stecklinge

Bestimmung von genauer Feigen-Sorte

Um die genaue Sorte einer Feigenpflanze (Ficus carica) zu bestimmen, reicht meist nicht ein einziges Merkmal aus. Da Feigenbäume extrem variabel sind, müssen Sie eine Kombination aus Blattform, Fruchtmerkmalen und Wuchseigenschaften heranziehen.

Am besten lässt sich die Sorte im Spätsommer bestimmen, wenn sowohl reife Früchte als auch voll entwickelte Blätter vorhanden sind.Hier sind die wichtigsten Kriterien für die Bestimmung

1. Die Blattform (Das wichtigste vegetative Merkmal)

Die Blätter sind wie ein Fingerabdruck der Feigensorte, können aber auch an einer einzelnen Pflanze variieren. Betrachten Sie daher immer mehrere ausgewachsene Blätter im mittleren Bereich der Äste.

Anzahl der Lappen
Hat das Blatt keine Lappen (ganzrandig / herzförmig), 3 Lappen, 5 Lappen oder sogar 7 Lappen?
Tiefe der Einschnitte
Sind die Buchten zwischen den Lappen flach, mittelsatark oder schneiden sie tief bis fast an den Blattstiel ein (wie bei der Sorte Fiorentina oder Pastiliere)?
Form der Lappen
Sind die einzelnen Finger breit und rundlich (z. B. Brown Turkey) oder schmal, lang und fingerartig (z. B. Violetta)?
Blattrand
Ist der Rand glatt, leicht gewellt oder gezahnt?

2. Die Fruchtmerkmale (Das sicherste Merkmal)

Die reife Frucht liefert die eindeutigsten Hinweise. Untersuchen Sie die Herbstfeigen (Haupternte), da die selteneren Sommerfeigen (Brebas) oft anders aussehen.
Fruchtfarbe (Außenhaut)
Ist die Feige im reifen Zustand grün, gelb, bronzefarben, braun, violett oder fast schwarz? Gibt es Streifen (z. B. Panachée)?
Fruchtfleisch (Inneleben)
Welche Farbe hat das Innere? Es reicht von hellem Bernstein/Gelb über Rosa und Orange bis hin zu tiefem Erdbeerrot oder Dunkelviolett.
Fruchtform
Ist die Feige rundlich, birnenförmig, tropfenförmig oder flachrund? Ist der Fruchtstiel lang oder sitzt die Feige dicht am Ast?
Das Ostiolum (Die Augenöffnung)
Das ist die kleine Öffnung an der Unterseite der Feige. Ist sie weit offen (anfällig für Ameisen und Regen) oder fest geschlossen (gut für feuchtes Klima)?

3. Fruchttyp und Befruchtung (Botanische Zuordnung)

In Mitteleuropa ist es entscheidend, zu welcher botanischen Gruppe die Feige gehört. Da die Feigenwespe zur Befruchtung nördlich der Alpen meist fehlt, überleben bei uns dauerhaft nur Sorten, die ohne Befruchtung Früchte tragen (parthenokarp).
Hausfeigen (Adriatischer Typ)
Tragen ohne Befruchtung. Wenn Ihre Feige in Deutschland/Österreich/Schweiz reife Früchte trägt, gehört sie zu diesem Typ.
San-Pedro-Typ
Die erste Ernte (Sommerfeigen) reift ohne Befruchtung, die zweite Ernte (Herbstfeigen) fällt ohne Befruchtung unreif ab.

4. Wuchsform und Holz

Wuchsverhalten
Wächst die Sorte extrem stark und ausladend (z. B. Ronde de Bordeaux) oder bleibt sie eher kompakt und buschig (z. B. Little Miss Figgy)?
Austrieb und Holz
Die Farbe der jungen Rinde oder der Knospen (grünlich, bräunlich oder rötlich) kann ebenfalls als Detailmerkmal dienen.

Pflanzen von Bäumen

Mein „Spickzettel“ zum Bäumeschneiden

  • Zeitpunkt? Winter: regt das Wachstum an / Sommer: für weniger Wachstum
  • Apfel im Winter schneiden
  • Pfirsich in der Blüte schneiden
  • Kirsche nach der Ernte schneiden
  • Zweijährige Triebe tragen Frucht
  • Apfel | zweierlei Knospen:
    spitz-》Blätter
    pelzig -》 Blüte / Frucht (1 Knospe -》7 Blüten, 7 Äpfel)
  • bei Halbstamm: 3-4 Leitast mit 45° und ein zentraler Ast
  • Triebe nach untern werden schlechter versorgt, diese schneiden
  • Triebe nach oben müssen weg, es sei denn er soll sich mit der
    Frucht nach unten biegen und an der oberen Stelle einen neuen Trieb bringen
  • „Sauger“ Zweige am Boden rund um den Stamm idealerweise rausreißen (nicht nur abschneiden
  • totes und krankes Gehölz abschneiden
  • für Licht sorgen, gerade auch wenn später die Blätter kommen

Pflege von Bäumen

  • Lackbalsam für Verschluss schmaler Risse
  • Kalken zum Schutz der Rinde (Achtung Augenschutz)
  • rund um den Baumstamm (Baumscheibe) von Bewuchs freihalten. –>Details
  • Flechten sind Zeichen für gute Luftqualität und sind keine Schmarotzerpflanze.
    Erst wenn der Befall größer wird, kann man diese mit der Drahtbürste entfernen
  • Moos ist ebenfalls nur bei größerem Bewuchs schädlich für den Baum.–>Details
    Über zu große Feuchtigkeit können Schäden entstehen. –>Details

Verbissschutz

Mit Verbissschutz (ACHTUNG: bei den Setzlingen darauf achten, dass sie zum Auspflanzen geeignet sind und nicht getopft/gestopft sind. „Im Topf gewachsen“ ist eine passende Produktbeschreibung.) Je nach Lage ist auch ein Schutz der kleinen Pflanzen mit Sechseckgeflecht erforderlich. Eine Zwischenlösung sind Pflanzschutz-Gitterhüllen.

Alter der Bäume bestimmen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Alter der Bäume zu bestimmen, ohne sie zu fällen und die Ringe zu zählen. Patrick Esser hat verschiedene Möglichkeiten sehr schön aufbereitet. Leider mit viel Werbung, dafür sehr einfach ist der Baumalter-Schätz-O-Meter, der aus dem Stammumfang auf einer Höhe von 1-1,5m grob das Alter verschiedener Baumsorten abschätzt.

Apfelsorten bestimmen

Pomologen können die Apfelsorten bestimmen, wenn man aber keinen kennt und die Apfelsorte eines übernommenen Apfelbaumes bestimmen möchte, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Familie Bauer hat sehr viele Informationen zu dem Thema zusammengetragen. Die Apfelsorten-Datenbank liefert zu über 300 Apfelsorten Merkmale, wissenswerte Informationen und Bilder. Auch die App: „Sorten von Äpfel“ kann bei der Bestimmung vor Ort helfen.

 

Regelmäßig bietet der Kreisverband für Obstbau, Garten u. Landschaft Emmendingen e. V. (KOGL) bei uns in der Region unter anderem auch Informationsveranstaltungen zum Bäume schneiden an.

 

Weitere Links

gartenjournal.net – Obstbäume schneiden

Vorrichtung schräg gewachsene Bäume aufzurichten

Feigenbaum schneiden

Innovative Anbausysteme bei Apfelbäumen in Südtirol

besonders schmackhafte Clubsorte Cosmic Crisp®

Baumschule Gruber in Lana und Maumschule Malleier in Lana

Mango bekommt braune Blätter